
Zur "Zeichnung": Aus meinem kleinsten Skizzenbuch, 18.3.


ebd., 13.5.
Der Hund ist wie ein Kater, wabert in meinem Kopf herum, dumpf und wattig die Erinnerungserfühlung.
Wie in der ersten Woche des Juni, in der vor meinem Geburtstag im Mai und in der danach, hatte die Schwermut – der Hund – mich in Beschlag genommen (1). „Wie eine Welle, die mein Denken überschwappt. Nichts von all dem hilft, was ich lese, was ich mir mantramäßig vorbete. Das dunkle Empfinden überstülpt mich.“, versuchte ich T. am Morgen nach Pfingsten meinen erneuten Befall zu erklären und verleidete ihm das Frühstück.
Aber es kommt ja aus mir!
War es der Gestalttherapeut (2), der mich darauf brachte? Oder war es das Mittel, das ich aus mir hervorgebracht hatte, um der Schwermut etwas entgegenzusetzen? Das Mittel lautet: Singen! Auch wenn es zunächst Kraft kostet und mechanisch dahertönt, es hilft kurzzeitig! Nach zwei Filmen hatte ich’s erkannt. Rose, sah ich an meinem Geburtstag mit mir allein im Programmkino (3), Jakobs Ross (4), in der Arte-Mediathek. In beiden Filmen, der eine spielt im 17.Jahrhundert, der andere um 1870, kommt auf unterschiedliche Art und Weise und Gewichtung die Kraft des Gesangs zum Tragen. Seitdem töne ich dem Hund entgegen und tu‘ dies sogar im Schlaf (5).
1: Ausgenommen war der Geburtstag selbst, an dem ich mich am Schopfe gezogen und selbst gefeiert hatte, vgl. Artikel vom 21.5. 2: vgl. Artikel vom 6.6. 3: Seit 16 Jahren wohne ich in Fl und erst zum dritten Mal war ich hier im Kino! 4: R: Katalin Gödrös, S/F/D 2024. 5: T. zu mir am Morgen des 1. Juni: "Du hast getönt heut' Nacht!"