„Stehrumchen“

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Ein solches schenkte mir meine Freundin L. am gestrigen Tag –  ein von ihr geschnitztes Schaf. Schafe, so erinnerte sie sich, hätten in einem meiner Blogartikel eine bedeutende Rolle gespielt. So war es! (1) Im Sinne unseres minimalistischen Auftrages stünde dieses Stehrum-Schaf zwar nicht, so L., es solle mich aber an die „Dämonenbannung“ (2) erinnern, so ich.

L. äußerte mehrere mich bewegende und erkenntnisreiche Dinge zu mir und meinem Blog. So fiel ihr zu Beginn des Lesens die Einseitigkeit sehr schwer: ich offenbare mich, gebe etwas von mir preis, sie kann nichts zurück geben, mir nicht helfen; sie fühlte sich geradezu voyeuristisch. Erkannte, dass meine Depression eine wirkliche Krankheit ist und keine Zustände, die zu beschönigen oder wegzureden sind; dass ich kämpfen muss.

Im Gespräch mit ihr  – und auch bereits in der letzten Sitzung mit N. (3) – wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr täglich kämpfen muss, dass der Schwarze Hund an der Leine liegt und ich die Hoffnung habe, dass er mich nicht mein Leben lang begleiten wird. Ich übe mich weiterhin brav im Umgang mit ihm; ebenso im Umgang mit meiner Hochsensibilität. L. brachte es auf den Punkt: viele bekannte Zustände, Reaktionen u.ä. seien für mich eben viel extremer, so wirke auch Positives stärker und länger nach. So ist es!

Zum Titel: Worterfindung einer Freundin von L.

1: vgl. Blogeintrag vom 22.08.

2: L. brachte mich auf den Begriff, als sie in Bezug auf meine Zeichnungen, die so wichtig für die Verarbeitung meiner Zustände sind, sagte - so o.s.ä. -: "Durch die Zeichnung ist das Schwere, Dunkle gebannt."