
Zum Foto: Groningen, 30.7.24. Werden vorerst wohl nicht mehr dorthin kommen, da unsere Familienostfrieslandfahrten ja wegfallen...

Zum Foto: Ausschnitt desselben; Streetphotographie.
Heute morgen: Ich wecke J. (12). „Gestern Abend habe ich geweint. War soviel in meinem Kopf. Hab‘ an Oma gedacht und an das Haus und an K. Erinnere mich am meisten, wie es dort roch. Manchmal hör‘ ich auch noch Omas Stimme, wie sie „Jungses nee!“ sagt.“
Das Haus… Seit ich das letzte Mal dort war, funktioniert mein Zeitgedächtnis manchmal nicht richtig, so als wäre es irgendwo hängengeblieben. Weiß zuweilen kurz nicht, welcher Tag ist. Wusste auch letztens nicht mehr genau, dass meine Mutter erst dieses Jahr verstarb. Als wäre alles ein einziger Wust.
Mein Mittelgedächtnis schwächelt ebenfalls seit geraumer Zeit. Da es ein Kurzzeit- und ein Langzeitgedächtnis gibt, habe ich mir den Begriff des Mittelgedächtnisses selbst dazu gedacht. Macht Sinn, finde ich. Der Zeitraum, den mein Mittelgedächtnis umfasst, ist äußerst dehnbar, so kann in ihn die Jugend- und frühe Erwachsenenzeit fallen, aber auch Erinnerungen von vor einem Jahr. Vorgestern grübelte ich ständig darüber nach, wo ich an Js 12tem Geburtstag gewesen bin, nachdem er mir – auch am Morgen – eröffnet hatte, das dieser ja so traurig war, weil ich nicht da gewesen sei. Konnte es mir gar nicht vorstellen, war ich doch schon an seinem 2ten nicht bei ihm (Anm.: Klinikaufenthalt), was mich immer noch belastet. Ich hätte es mir doch gemerkt, genau 10 Jahre später. Muss dem noch mal genauer auf den Grund gehen. Nicht, um es zu bedauern, denn das gilt es ja, nicht zu tun, sondern, um zu sortieren.