Bedürfnis

Zum Foto: von T., 31.10., vgl. u.a. Artikelfoto vom 28.3.20.

Zum Titel: T.: "Ich habe das Bedürfnis.", 12.11.

Gerädert aufgestanden nach einem Überforderungstraum (1), später Kopf am Dachbalken gestoßen, wie bereits tags zuvor. Gestern kaum vom Kurs nach Hause geschafft, still in einer Zimmerecke geweint.
Kümmern fällt mir schwer. Habe das Bedürfnis nach Stille und Alleinsein.

1: Traum von heute: 
Im Wohnzimmer meiner Mutter saß ich im Gespräch mit meinem lieben Nachbarn A.S. "Ich glaub' nicht an Gott. Der Glaube ist mir abhanden gekommen... Ich hatte einen Burnout, als der Begriff noch gar nicht bekannt war..." Wachs eines Teelichts floss währenddessen in Strömen auf die Tischdecke, daneben Scherben einer roten 50er-Jahre-Vase... Eine Nachbarin verabschiedet sich von mir: "Auf Wiedersehen, Wilhelmine! Ach, ich meine..." Ich umarme sie: "Jetzt muss ich weinen!" 
In der Küche ist alles voller zerbrochener Gefäße, ich esse, obwohl ich keinen Hunger habe, im Garten sind Kinder, die sich mit weißer Theaterschminke vollschmieren. Ich ziehe einem Jungen am Ohr und versuche ihn rauszubugsieren... Chaos in der Garage... Und ich denke: "Wie soll ich das alles schaffen?
 
Traum von gestern:
Gestern träumte ich, das Klo im Haus meiner Mutter sei mit Lappen verstopft. Meine Mutter, noch lebend, hatte es verursacht. 
In den Fenstern zur Straße hingen zerrissene Lappen und wehten im Wind.

Traum von vorgestern:
Meine Mutter war in ihr Haus zurückgekehrt. Ich zu ihr: "Ich kann mich nicht kümmern, ich muss zum Friedhof."